Berichte/Presse

25.09.2019

(Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 27.09.2019)

05.09.2019

Interkultureller Männertreff wurde gut angenommen

Da in der Flüchtlingshilfe häufig Angebote für Familien, Frauen oder Kinder zur Verfügung stehen, aber selten für Männer, entstand innerhalb der Planungsgruppe des Netzwerks Asyl in Sarstedt die Idee, einen interkulturellen Männertreff anzubieten. Es soll Männern in Sarstedt aller Nationalitäten oder Religionen dazu dienen, sich in ungezwungener Atmosphäre gegenseitig  kennen zu lernen und sich auszutauschen.

Hechyar Mohammad und Amar Haso aus Sarstedt hatten schon früh Kontakte geknüpft, um die Einladungen auszusprechen und um persönlich für eine zum Teil erste Kontaktaufnahme mit Mitgliedern des Netzwerkes zu werben. Daher wurde durchaus gespannt an dem Abend darauf gewartet, wie viele Männer tatsächlich erscheinen würden. Harald Volkwein, Klaus Kemper, Robert Tode sowie Heychar Mohammad und Amar Haso konnten dann zum ersten  interkulturellen Männertreff im Gemeindezentrum Heilig Geist in Sarstedt 17 Männer mehrheitlich aus Syrien und dem Sudan als Gäste begrüßen. Alle Befürchtungen, die Idee könnte nicht angenommen werden, bewahrheiteten sich nicht. Bei süßem Tee und einem kleinen Imbiss kam es zu einem regen Austausch untereinander. Insgesamt wurde deutlich, dass (Mann) man sich sehr wohl in Sarstedt fühlt. Dennoch bleiben natürlich wichtige Fragen offen und Probleme lassen sich oftmals eben nicht allein durch ehrenamtliches Egangemant lösen. Größtes Problem ist bei vielen nach wie vor die Wohnraumsituation in Sarstedt. Der leergefegte Wohnungsmarkt gibt schon so kaum Wohnraumangebote her. Hinzu kommt, dass viele Familien mit 4, 5 oder mehr Personen in kleinen 2- oder 3-Zimmer-Wohnungen ausharren müssen. Größere Wohnungen mit 4-6 Zimmern sind kaum im Angebot, zudem müssen diese bezahlbar sein bzw. den Erstattungssätzen des Jobcenters entsprechen. Hier ist keine Entspannung absehbar. Trotz dieser noch unerfüllten Wünsche bestand unter den Gästen Einigkeit darüber, dass man glücklich darüber ist, dem Bürgerkrieg in Syrien entkommen zu sein und hier in Deutschland in Sicherheit leben zu können.

Eine Fortsetzung des Männertreffs ist geplant.

04.09.2019

(Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 06.09.2019)

29.04.2019

Am 29. April 2019 hat das Netzwerk Asyl in der Küche der Schiller Oberschule in Sarstedt ausländische und deutsche Frauen zu einem gemeinsamen Kochabend eingeladen. 14 Frauen und sechs Kinder folgten dieser Einladung. Auf der Speisekarte standen orientalische Gerichte wie ein Schmortopf aus Kartoffeln und Geflügelfleisch, Hackfleisch vom Backblech mit Gemüse und das süße Gebäck Baklava. Aber auch die Zubereitung einer Himbeerquarkspeise und jeweils eines Nudel- und eines Kartoffelsalates, die auf keinem Grillfest im Sommer fehlen dürfen, wurde gewünscht. Bei einem zuvor im März veranstalteten Treffen wurden die Rezepte ausgesucht und vorbesprochen. Trotz aller Vorbereitung musste an dem Abend auch improvisiert werden. Aber gerade diese Herausforderungen trugen einen großen Teil dazu bei, dass am Ende trotz Sprachbarrieren, aber unter großer gegenseitiger Belustigung, ein buntes leckeres Buffet auf dem Tisch stand. Neben der Erkenntnis, dass frisches selbstgemachtes Baklava viel aromatischer schmeckt als gekauftes Gebäck aus dem Geschäft, bleibt es dabei: Kochen verbindet und baut Brücken jenseits von sprachlichen oder anderen Grenzen. Insoweit ist eine Wiederholung geplant.  

20.03.2019

(Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 27.03.2019)

06.11.2018

Gelungener Jahresabschluss für die Ehrenamtlichen in Sarstedt

Die Planungsgruppe Netzwerk Asyl Sarstedt und SPONTAN, die Nachbarschaftshilfe und Freiwilligenagentur Sarstedt hatten am 06. November 2018 zu einem Interkulturellen Begegnungsabend eingeladen. Im Gemeindehaus der ev.-luth. St. Nicolai Kirchengemeinde Sarstedt, im Herzen von Sarstedts Innenstadt, konnte die Planungsgruppe etwa 60 Gäste begrüßen. Gewürdigt werden sollte die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Sarstedt. Diese Arbeit, sowohl der ehrenamtlich Tätigen als auch der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der privaten, kommunalen und kirchlichen Institutionen, steht und fällt oftmals mit sich schnell ändernden politischen, kulturellen, rechtlichen und auch gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Da ist immer wieder Spontanität und Improvisationstalent nötig, um eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden. Dem trug auch der kulturelle Höhepunkt des Abends Rechnung. Die 5teDimension, ein Improvisionstheater aus Hannover, gab nun bereits zum 2. Mal ein Gastspiel in Sarstedt. In kurzweiligen Theaterszenen, unter Einbindung der Zuschauer im Veranstaltungsraum, war das erste Eis schnell gebrochen. Beim anschließenden Buffet von Butchies blieben kaum kulinarische Wünsche offen und es wurde eifrig bei einem Teller Chilli oder belegtem Laugengebäck die Gelegenheit zum Austausch und Kennenlernen genutzt. Ein gelungener Schlussstrich zum Ausklang des Jahres 2018 im Netzwerk Asyl.  

15.10.2018

Bericht Netzwerktreffen Asyl Sarstedt (NWA) am 15.10.2018 im Pfarrheim der Heilig Geist Gemeinde, Sarstedt

 

Hauptreferentin:

Christiane Behrens (Regionale Sprachförderkoordination für Stadt Hildesheim, Algermissen, Diekholzen, Giesen, Harsum, Nordstemmen, Sarstedt / Programmbereich Integration und Bildungsteilhabe – VHS Hildesheim)

 

Das Treffen war mit rd. 20 TeilnehmerInnen gut besucht. Kernthema war diesmal das Thema Sprache. Frau Behrens von der VHS Hildesheim berichtete von der Arbeit der durch das Land Niedersachsen eingerichteten Sprachförderkoordinatoren. Deren Aufgabe ist die Koordination der zeitnahen Vermittlung von Flüchtlingen in Sprachförderangebote. Derzeit nehmen die Sprachberatung der VHS Hildesheim insgesamt 700 Teilnehmer in Anspruch. Angeboten werden Sprachunterstützungsangebote des Landes Niedersachsen, des Bundes und des Landkreises Hildesheim. Dieser springt bei Bedarf ein, wenn eines der anderen Angebote nicht zur Verfügung steht oder nicht „passt“. Oftmals sind hier Förderkriterien der Landes- und Bundesrichtlinien ein großer Hemmschuh, da diese nicht flexibel auf die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden können. Als Beispiel sind oftmals die Mindestteilnehmerzahlen von 16  (Bundesförderung) bzw. 12 (Landesförderung) Bewerbern durch die nachlassenen Flüchtlingszuwächse zu hoch angesetzt. Eine Reduzierung dieser Hürde ist jedoch aktuell nicht in Sicht und kann nur durch die Richtliniengeber, sprich Bund oder Land geändert werden. In jedem Fall sollte – unabhängig vom aktuellen Stand des Asylverfahrens – bei einem Sprachförderbedarf zunächst der Kontakt zu den Sprachförderkoordinatoren der VHS in Hildesheim gesucht werden. Hier erfolgt dann die Klärung, welches Sprachangebot in Frage kommen kann. Die oft bemängelte lange Wartezeit bis zum Beginn der Kurse hängt häufig von fehlenden Papieren ab, die die Teilnehmer oder das BAMF nicht oder erst sehr spät vorlegen. In diesen Fällen kann durch die VHS oftmals erst recht kurzfristig geschaut und darüber informiert werden, ob es ein „passendes“ Sprachangebot gibt. Überall, wo Pausen zwischen den einzelnen Kursen entstehen, haben die Geflüchteten die Möglichkeit an den „Warteschleifenkursen“ teilnehmen. Diese Warteschleifenkursen, genannt MerS (Maßnahme zum Erhalt des Sprachniveaus), dienen dazu, dass Menschen mit Fluchthintergrund in den Wartezeiten zwischen den Sprachkursen nicht in ihrem Sprachniveau zurückfallen. In Sarstedt findet bis zum 05.12.2018 ein Kurs in der VHS im Wellweg 39, Raum 04 immer am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10 – 13 Uhr statt. Die Finanzierung erfolgt aus Landkreismitteln, wobei auch Fahrkosten erstattungsfähig sind. Interessierte können jederzeit dazukommen, ein Ein- und Ausstieg ist jederzeit möglich. Sobald neue Mittel vorhanden sind, geht es im Januar 2019 mit dem Kurs weiter.

Fazit: Am Anfang steht immer die Sprachberatung, die als erste Orientierungshilfe aufgesucht werden sollte. In Sarstedt erfolgt diese immer dienstags durch Frau Heinicke von der Volkshochschule (Heinicke@vhs-hildesheim.de). Über die E-Mail-Adresse ist der Erstkontakt auch zu anderen Tagen möglich.

 

Paten gesucht: Seitens der Patenstammtische in Sarstedt wurde vom dem guten Austausch und Miteinander berichtet. Aber es werden noch weitere Paten gesucht. Auch die Stadt Sarstedt unterstützt dies und wird am 06.11.2018 zu einem Pressetermin mit der Bürgermeisterin in das Rathaus einladen. Hier soll um zusätzliche BetreuerInnen geworben werden, gerne auch jüngere Personen, da es in Sarstedt noch viele junge, unbegleitete Flüchtlinge gibt, für die Betreuung gesucht wird.

 

Zuschüsse für die Flüchtlingsarbeit durch den Landkreis Hildesheim:Bezüglich der Nutzung der jährlichen Fördergelder des Landkreises Hildesheim für die Arbeit des Netzwerkes Asyl wurde darauf hingewiesen, dass es sich um eine öffentliche Zuwendung handelt, die nur im Rahmen der bestehenden Förderrichtlinie gegen Kostennachweis genutzt werden darf wie u.a. Ausgaben für Geflüchtete (z.B. Eintrittskarten/Fahrtkosten), Förderung von Dankes- oder Weihnachtsfeiern im Bereich der Flüchtlingshilfe, aber auch die Förderung von Sprachkursen. Für das Jahr 2019 ist die Höhe der durch den Landkreis zur Verfügung gestellten Mittel noch nicht bekannt. Davon unabhängig wird darum gebeten, bei Ideen einer Nutzung dieser Gelder frühzeitig an das Planungsteam heranzutreten, um eine mögliche Fördermöglichkeit schnell zu klären und Vorhaben dann auch in die Umsetzung zu bringen Ansprechpartner ist Herr Volkwein oder alternativ über die E-Mailadresse begegnung-netzwerk-asyl-sarstedt@gmx.de.

 

Termine:

  • 06.11.2018: interkulturelle Begegnungsabend ab 18:00 Uhr im Gemeindehaus St. Nicolai
  • 24.05.2019: Tag der Nachbarn, Frau Gödelt und Frau Alten werben um Mitorganisatoren und Hinweise, wo und wie das Fest nächstes Jahr durchgeführt werden kann.

         Kontakt unter familienzentrum@sarstedt.de.

  • 20.03.2019: save-the-date: Netzwerktreffen  

 

15.06.2018

Am Freitag, den 15.06.2018 besuchte eine 17-köpfige Gruppe aus  Zuwanderern aus Syrien und  interessierte Sarstedter den Landtag in Hannover. Der SPD- Landtagsabgeordnete Markus Brinkmann nahm sich fast zwei Stunden Zeit, um seinen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Sarstedt den Landtag und seine eigene Arbeit als u.a. Präsidiumsmitglied des Landtages hautnah zu schildern. Besonders interessant war es, den Landtag nach seiner umfassenden Renovierung im ganz neuen Gewand zu  durchwandern. Insbesondere der neu gestaltete helle Plenarsaal lud zu vielen Fotos und Selfies ein, auch stand es hoch im Kurs, einmal selbst auf dem Sitzplatz des Ministerpräsidenten oder der Landtagspräsidentin zu verweilen. Im Anschluss stand noch ein Besuch im Neuen Rathaus auf dem Programm.  Zum Ende ging es in die Markthalle, um oben auf der Galerie  beim Ialiener zusammen zu Abend zu essen.  Ein rundum gelungener Streifzug durch die niedersächische Landtags- und hannoversche Kommunalpolitik.  Ein besonderer Dank geht an Markus Brinkmann  für den ganz individuellen Einblick in seine Landtagsarbeit.

12.06.2018

Interessierte und Aktive des Netzwerks Asyl Sarstedt trafen sich im Gemeindesaal der St. Nicolai Gemeinde, um Erfahrungen und Informationen rund um das Thema Asyl auszutauschen.

Ein Vertreter der Kreiswohnbaugesellschaft (kwg) Hildesheim gab einen Einblick in die zur Zeit sehr angespannte Lage der Wohnraumsituation in Sarstedt. Dadurch ist es aktuell kaum möglich, größere, der Personenanzahl angemessene Wohnungen zur Verfügung zu stellen, die auch im Kostenrahmen des Jobcenters liegen.

20.04.2018

Das interkulturelle Café der Johanniter im Mütze war ein voller Erfolg. Dieses Mal nutzten die Erstorientierungskurse aus Sarstedt und Hildesheim den Treff, um die erlernten Sprach-Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Anfänglich eher schüchtern, mit zunehmender Dauer aber doch selbstbewusster wurde drauf los geredet. Für Speis und Trank hatte Frau Henners von den Johannitern gesorgt, unterstützt von den Damen des MütZe. Das Netzwerk Asyl Sarstedt hat diese Veranstaltung wie auch in den letzten Monaten mit einer Kuchenspende unterstützt.

14.03.2018

25.01.2018

29.11.2017 - Dankeschön-Abend

Wie kann man den vielen ehrenamtlich Tätigen danken, die im letzten Jahr mit viel Selbstlosigkeit und Engagement anderen geholfen haben und dafür manche frei Minute der oft karg bemessenen Freizeit zur Verfügung stellen?

Diese Frage stellte sich die Planungsgruppe  des Netzwerks Asyl Sarstedt und SPONTAN , der Nachbarschaftshilfe und Freiwilligenagentur Sarstedt.

Heraus kam eine Feier, in deren Mittelpunkt einmal genau diese Personen standen, die sich sonst rund um das Jahr um das Wohl anderer Menschen kümmern und dies oftmals neben einer hauptberuflichen Tätigkeit. Hierzu gehören die vielen Flüchtlingshelfer- und paten, THW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  oder Engagierte bei den Johannitern. Und ehrenamtlich engagieren sich mittlerweile nicht nur Sarstedter mit deutschen Wurzeln, sondern auch viele Flüchtlinge.

 

So trafen sich über 50 Personen im Pfarrsaal der Heilig Geist Gemeinde in Sarstedt und diesmal standen sie im Mittelpunkt. Nach der Begrüßung um 18 Uhr durch Pfarrer Harald Volkwein (Heilig Geist KG/Netzwerk Asyl) und Daniela Kirstein (SPONTAN) leitete ein Auftritt des Improvisationstheaters „Die 5. Dimension“ aus Hannover  den Abend ein. Eine gute Stunde lang sorgten die 3 Schauspieler dafür, dass die Gäste an diesem Abend aus dem Lachen nicht mehr heraus kamen.

 

Eine sehr gelungene Vorstellung, wobei verschiedene  Alltagssituationen auf Zuruf der Zuschauer jedesmal in anderen Varianten oder Genren spontan improvisiert werden mussten. Sicher hat das Ensemble an diesem Abend neue Fans gefunden.

Im Anschluss wurde das leckere Buffet gestürmt. Butchies hatte nicht zu viel versprochen. Obwohl nicht viele Mittel zur Verfügung standen, ließ die Menüauswahl keine Wünsche offen.

Auch das Miteinander, der Austausch untereinander wurde gepflegt und wichtige Netzwerkkontakte konnten geknüpft oder vertieft werden.  Ein gelungener Jahresabschluss fanden die Gäste, als gegen 21 Uhr die Letzten den Pfarrsaal verließen.

11.11.2017

Am heutigen Nachmittag platzte die Stadthalle Sarstedt aus allen Nähten. Anlass war die Einladung der Stadt Sarstedt zu einem ungewöhnlichen Drei-Chor-Konzert des Unterwegs.Chors Hildesheim  gemeinsam mit den Chören der Kastanienhof- und der Regenbogengrundschule. Nach der Begrüßung durch die Bürgermeisterin Heike Brennecke und dem Flüchtlingsberater der Stadt, Barzan Youssef, starteten zunächst die Kinder mit einem fröhlichen Einzug in die Halle und einigen Liedern.

Danach folgte der Auftritt des Unterwegs.Chores .  Der Unterwegs.Chor ist ein Projekt des Hildesheimer R.A.M. Theaters, das in Sarstedt schon seit vielen Jahren mit teils englischsprachigen Liedern für Grundschulkinder unterwegs ist. Das Konzept des Chores ist es, dass jeder Deutsche, der mitmachen will, einen weiteren Sänger mitbringen muss, der über Migrations- bzw. Fluchterfahrungen verfügt.

So standen gestern rd. 50 Menschen aus über 20 Ländern auf der Bühne und gaben mit verschiedenen Liedern einen breiten Einblick in die musikalische Kultur ihrer Heimatländer. So wurde zusammen mit den Kindern über die Musik für ein multikulturelles Miteinander geworben.

 

Miglieder des Chores sind auch 2 "unserer" Sudanesen aus  Sarstedt.

Es zeigte sich wieder einmal, dass Musik und gemeinsames Musizieren über alle Nationen verbinden kann und sprachliche Grenzen keine unüberwindbaren Hürden sein müssen.

Die Kinder und die erwachsenen Sängerinnen und Sänger haben dies eindrucksvoll bewiesen und nach ca. anderthalb Stunden wurden die anwesenden Eltern und Gäste beschwingt in den dunklen Herbstnachmittag nach Hause entlassen.

08.11.2017

18.10.2017

Treffen des Netzwerkes Asyl Sarstedt

 

Interessierte und Aktive des Netzwerks Asyl Sarstedt trafen sich im Gemeindesaal der St. Nicolai Gemeinde, um Erfahrungen und Informationen rund um das Thema Asyl auszutauschen. Bewegend war die Begrüßung durch Pfarrer Volkwein und den Hausherrn Pastor Fricke, der dafür warb, auch nach dem Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung in 2015/2016 weiterhin im Engagement für geflüchtete Menschen nicht nachzulassen. In einer Tischrunde berichteten die Vertreter anwesender Institutionen wie u.a. die Johanniter Unfallhilfe, das DRK OV Sarstedt, das Diakonische Werk, die Stadt Sarstedt und private ehrenamtlich Tätige sowie Zuwanderer von ihren ganz persönlichen Highlights der letzten Monate. Dabei wurde deutlich, dass zunehmend andere Themen in den Focus rücken als zu den Zeiten, wo zunächst grundsätzliche Fragen wie der individuelle Flüchtlingsstatus, die räumliche Unterbringung in Sarstedt oder die Regelung des Familiennachzuges zu klären waren. Mittlerweile geht es um die schulische Betreuung der Kinder, um die Vermittlung der Eltern in Praktika/Beschäftigung/Ausbildung oder Arbeitsverhältnisse oder auch um den Beistand bei seelischen Problemen. Hier sind die ehrenamtlichen Paten engagiert dabei, zu unterstützen, was oftmals einen langen Atem bei z.B. der Zusammenarbeit mit Behörden, Unternehmen oder den Schulen erfordert. Dennis Schütte, Bereichsleiter der Johanniter Flüchtlingshilfe und –Integration stellte das Projekt „Erstorientierungskurse“ vor, welches aktuell im Mütterzentrum am Bahnhof angeboten wird. Diese Kurse richten sich in erster Linie an Frauen, umfassen ca. 300 Unterrichtseinheiten mit verschiedenen Modulen wie z.B. Alltag in Deutschland, Gesundheitsversorgung, Einkaufen. Hierbei handelt es sich nicht um Sprachkurse, sondern um eine niedrigschwellige Ergänzung hierzu. Dringend gesucht werden noch Betreuungskräfte für die Kinder, bei Interesse Näheres hierzu unter http://www.asyl-sarstedt.de/pdf/kinderbetreuung.pdf . Frau Pytel-Weber von der Stadt Sarstedt berichtete über aktuelle Zahlen der Zuweisungen, die sich nach der Hochphase im Jahr 2015 nun zunehmend verringern. Teilweise gibt es erste Rückführungen bzw. freiwillige Ausreisen. Das nächste Netzwerktreffen findet am 14. März 2018 um 19 Uhr im Pfarrheim Heilig Geist statt.

19.06.2017

Am 19. Juni 2017 kamen wieder Interessierte in das Gemeindehaus der Heilig-Geist-Gemeinde, um sich über die aktuelle Situation der Geflüchteten in Sarstedt zu informieren. Knapp 40 Zuhörerinnen und Zuhörer aus verschiedenen Herkunftsländern, darunter einige Frauen aus dem Irak, Syrien, Afghanistan und Tschetschenien fanden trotz des Fastenmonats Ramadan und schwüler Hitze den Weg in den Gemeindesaal.

Die Planungsgruppe des Netzwerks hatte Frau Al Nawab und Herrn Naso vom Asyl e.V. Hildesheim eingeladen, um sich zum Thema: „Einblicke in die syrische Kultur – Familie, Religion, Gesellschaft“ informieren zu lassen. Angesprochene Themen waren u.a. die Situation der Frauen, die Erziehung von Jungen und Mädchen, Bedeutung von Kinderreichtum, Stellenwert von Bildung, die Vielzahl von Bevölkerungsgruppen und Religionen und die Bedeutung der Scharia in Syrien. Es entwickelte sich eine angeregte Diskussion mit vielen Rückfragen und Berichten von eigenen Erfahrungen und Kenntnissen, sowie Überlegungen zu der zentralen Frage, wie nachhaltige Integration hier für uns alle gemeinsam in Deutschland gelingen kann. Leider war die Zeit am Ende zu kurz, insbesondere die Erzählungen von Herrn Naso hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Im Anschluss trug Frau Pytel-Weber von der Stadt Sarstedt aktuelle Zahlen zur den Zuweisungen von Asylbewerbern vor. Diese sind deutlich zurückgegangen. Ab August ist im Landkreis Hildesheim mit einer erhöhten Rückführungsquote zu rechnen. Die Kurse des Job-Centers sind aber mittlerweile sehr gut ausgebaut, die Situation dort ist viel besser geworden, es gibt weniger Wartezeiten.

 

Abschließend wurde die grundsätzliche Zielsetzung des Netzwerkes nochmals diskutiert. Es soll seit der Gründung vor 2 Jahren Forum sein für alle, die sich mit dem Thema befassen und austauschen wollen. Das Netzwerk Asyl versteht sich als Interessensgemeinschaft, in der Institutionen und Ehrenamtliche an einen Tisch kommen, sich kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen und sich miteinander vernetzen können. Die Plaungsgruppe plant die Netzwerktreffen und spricht evtl. Referenten für Vorträge an und bietet über die Internetseite ehrenamtlich Informationen an.

Für konkrete Fragen wird auf Herrn Ako Kinik vom Caritasverband verwiesen (bzw. seine Krankheitsvertretung Herrn Popal), sowie auf Mandy Steinberg vom Diakonischen Werk. Frau Steinberg ist ausschließlich für die Begleitung Ehrenamtlicher in der Flüchtlingshilfe da, sie informiert über Fortbildungs-, Beratungs- und Supervisionsmöglichkeiten.

Ganz herzlich bedanken wir uns bei Gisela Sowa vom Diakonischen Werk, eine der Mitbegründerinnen des NWA. Sie verlässt Sarstedt aus beruflichen Gründen und verabschiedet sich darum vom Netzwerk. Es wird ihr ganz herzlich und mit einem Blumenstrauß für die sehr gute Zusammenarbeit gedankt. Ihre Nachfolgerin stellt sich an diesem Abend bereits vor: Frau Christina Hense-Schenk übernimmt seit diesem Monat Frau Sowas Aufgaben sowohl beim Diakonischen Werk als auch beim Netzwerk Asyl Sarstedt.

Das nächste Netzwerk-Treffen findet statt am 17. Oktober 2017 in St. Nicolai.

14.12.2016

11.12.2016

Die erste Weihnachtsfeier des Netzwerks im Pfarrsaal der Heilig Geist Gemeinde direkt neben der Kastanienhofschule geriet für Amar Haso, zuständig für den Bereich Sprache im Kernteam, zu einer echten Bewährungsprobe. Nicht nur 28 deutsche und ausländische Kinder, auch zahlreiche Eltern und Paten der Flüchtlingsfamilien waren der Einladung gefolgt. Und die Gäste erwartete ein abwechslungsreiches Programm.

 

Uwe Glitz startete den Nachmittag auf der Bratsche mit einer Auswahl deutscher Weihnachtslieder. Zuvor konnte er bereits einige Kinder beim Stimmen seines Instrumentes für das Musizieren begeistern.

 

Bei der anschließenden Begrüßung durch den Hausherrn Pfarrer Harald Volkwein, Amar Haso und Heike Laue, zuständig für den Bereich Begegnung des Kernteams, fiel Amar die Übersetzung noch recht leicht.

 

Dann gab Claudia Duval mit einer Märchenerzählung von Frau Holle, die es beim Betten ausschütteln auf die Erde schneien lässt, zur Begeisterung der Kinder viel Grund zum Lachen und aktiv mitmachen. Und Amar Haso musste die Erzählung zeitgleich spontan ins Arabische übersetzen, was zu einigen lustigen Situationen führte, da sich eben nicht alles eins zu eins in die andere Sprache übersetzen lässt. Er musste improvisieren und erheiterte das anwesende kleine aber auch große Publikum sichtlich. Erlösung brachte der Auftritt des Weihnachtsmanns. Nachdem die ersten Kinder aus dem großen Beutel des Mannes in rot ihre Süßigkeiten erhalten hatten, war auch die letzte Befangenheit verflogen. Nun trauten sich alle Kinder nach vorn, um sich die Nascherei zu sichern. Auch die „richtigen“ Geschenke, die der Weihnachtsmann natürlich ebenfalls dabei hatte, wurden nach und nach an die Kinder verteilt. Auch hier war Amar eine große Unterstützung, da viele Kinder erst seit kurzem durch den Familiennachzug in Deutschland sind und so die Scheu vor all den neuen Eindrücken gut genommen werden konnte. Nach 2 Stunden wurde gemeinschaftlich aufgeräumt und der vorläufige Schlussstrich unter ein aufregendes Jahr 2016 gezogen. Vielen Dank an den Weihnachtsmann Markus Brinkmann (er wurde nach seinem gelungenen Auftritt von mindestens einem Kind bereits enttarnt: „Der Weihnachtsmann, das war doch der Markus…?“), an Claudia Duval als Märchenerzählerin, an Uwe Glitz für den musikalischen Beitrag, an die zahlreichen Helferinnen und Helfer im Hintergrund und natürlich an Amar Haso, der an dem Tag wirklich gefordert war. Und ein ganz besonderes Dankeschön geht an die Gemeindemitglieder der St. Paulus Kirchengemeinde Sarstedt, die die Weihnachts-geschenke für die Kinder erst mit der Kollekte aus dem Gospelgottesdienst vom 30.10.2016 in Höhe von rd. 270 Euro möglich machten!

 

Wir vom Kernplanungsteam danken unseren Netzwerklern für die Unterstützung in diesem Jahr und würden uns freuen, wenn Sie uns und der gemeinsamen Integrationsarbeit in Sarstedt auch in 2017 treu bleiben. In diesem Sinne wünschen wir eine besinnliche Weihnachtszeit, ein Frohes Fest und einen guten Rutsch in das Neue Jahr 2017!

05.12.2016

28.11.2016

Es ist schön zu sehen, wie gemeinsame Aktionen trotz Sprachbarrieren und verschiedenen Kulturen zu einem schönen Miteinander beitragen können. Dies konnte am 28.11.2016 in der Schiller Oberschule beobachtet werden. Die Kinder waren ebenso wie die Mütter und vereinzelte Väter (!) emsig dabei, als es an das Teig ausrollen und Kekse ausstechen ging. Im Eifer des Gefechts traf Mehlstaub auf kleine Kindernasen, bunte Glasur und Zuckerperlen auf den Küchenboden, aber oft auch das dafür bestimmte Gebäck. Berge von fertigem Kekswerk wurden am Ende des Abends auf die Familien aufgeteilt und es war ein schöner Nachmittag, der genau in die etwas frostige vorweihnachtliche Adventszeit passte. Besonderer Dank geht an Jutta und Willi Eike, unermüdliche Helfer in unserem Netzwerk, für die Vorbereitung und Umsetzung der Aktion, an die Bäckereien Bertram und Calenberger Backstube für 20 Kilo Teig (!) und an die Leitung der Schiller-Oberschule Rektorin Karin Rotter als gastgebende Hausherrin. Und natürlich ganz lieben Dank an die vielen anderen kleinen Helferlein, die immer im Hintergrund wirken, aber nicht unerwähnt bleiben sollen!

18.11.2016

Wie beim 1. Mal, war auch beim 2. Interkulturellen Café der Johanniter im Mütze am Bahnhof der Treffpunkt zum Bersten voll.

Wer etwas später kam, hatte Probleme überhaupt noch einen Platz zu finden.

Das Treffen wurde wieder intensiv von den Zuwanderern und Sarstedterinnen und Sarstedtern zum Klönen, Gedankenaustausch und Kennen lernen genutzt.

Dank gilt hierfür dem Ehepaar Bruse , die dieses Treffen ins Leben gerufen haben und den vielen Helferinnen und Helfern der Johanniter, die zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.

(s.a. https://www.facebook.com/pages/Sarstedt-hilft)

17.11.2016

Frau Pytel-Weber berichtet

Beim großen Netzwerktreffen aller Interessierten trafen sich am Donnerstag Abend im Gemeindehaus St. Nicolai Sarstedt rd. 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ziel war der gemeinsame Informationsaus-tausch: „Wer macht was“?  Frau Pytel-Weber von der Stadt Sarstedt informierte ebenso wie Frau Beulen,  Fachbereichsleiterin 2 der Stadt Sarstedt, über die aktuelle Situation der hier lebenden Asylbewerber im laufenden Verfahren und nach der Anerkennung. Mandy Steinberg (Diakonisches Werk Hildesheim) sowie Frau Henners (Johanniter) und Peter Jürgen Bruse (Johanniter) und Herr Baxmann (DRK) berichteten über die jeweiligen institutionellen Angebote im Bereich der Flüchtlingsarbeit. Als positiv wurde das neue Angebot des regelmäßigen Interkulturellen Cafés und der neu aus der Taufe gehobene Patenstammtisch der Johanniter begrüßt.  Ebenso wurde besprochen, dass für die Möglichkeit einer verstärkten Teilnahme auch von Zuwandererkindern an den Ausflugsprogrammen des DRK im Sommer 2017 über das Netzwerk geworben wird.

 

Kräftig wurde noch einmal für die netzwerkeigenen Aktionen die Werbetrommel gerührt: für das vorweihnachtliche Keksebacken am 28.11. in der Schiller Oberschule und die Weihnachtsfeier am 11.12. im Pfarrsaal Heilig Geist. Für beide Termine kann sich noch angemeldet werden. Zukünftig verfügt das Netzwerk Asyl Sarstedt auch über eine Außendarstellung: Offiziell wurde der Internetauftritt freigeschaltet. Abgerundet wurde der Abend durch eine abschließende Tischrunde, wo jeder von seinen eigenen ganz individuellen Erfahrungen oder Eindrücken in der Integrationsarbeit berichtete. Ein Termin für das nächste Netzwerktreffen wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

30.10.2016

Bildrechte: Giesela Seidel

Während des am 30.10.2016 stattfindenden Gospelgottesdienstes in St. Paulus Sarstedt, wurde dem Netzwerk Asyl Sarstedt Gelegenheit gegeben sich und seine Arbeit vorzustellen.

 

Im Rahmen eines Interviews durch Rudolf Hertle stand Heike Laue vom Bereich "Begegnung" des Netzwerkes Rede und Antwort und gewährte einen Überblick über die Ziele und die in Kürze anstehenden Veranstaltungen.

 

Da die Kollekte des Gottesdienstes als Spende für das Netzwerk vorgesehen war und dort für Weihnachtsgeschenke der Flüchtlingskinder verwendet werden soll, rührte Herr Hertle mächtig die Werbetrommel und forderte die Gemeindemitglieder auf, reichlich zu Spenden, damit die Flüchtlingskinder richtig große Augen bekommen, ob der Geschenke.

 

Und so kamen tatsächlich unglaubliche 270,40 € als Spende für das Netzwerk zusammen.

Vielen Dank allen Spendern.

20.10.2016

 

 

 

Während des Treffens der Kernplanungsgruppe Netzwerk Asyl übergab Gisela Sowa, Diakonie Hildesheim (li.), an Nicole Schulz für die immer schnelle und kompetente Weiterleitung aller interessanten Informationen innerhalb des Netzwerks einen bunten Blumenstrauß.

19.08.2016

20.01.2016

10.12.2015

06.10.2015